Nils Burwitz wurde 1940 in Swinemünde geboren. 1945
floh er mit seinen Eltern in den Westen. 1958 wanderte die
Familie nach Südafrika aus, wo er die Schule abschloß
und mit dem Bachelor of Arts in Fine Arts an der Witwatersrand-Universität
1963 promovierte. Mit einem Stipendium studierte er in England,
der Schweiz und in Salzburg wo er einen Lithographiekursus
an Kokoschkas Schule des Sehens belegte. Wieder in Südafrika
arbeitete er intensiv mit Architekten, Komponisten, Dichtern
und Dramaturgen zusammen und unterrichtete an seiner Alma
Mater, im Dorkey House, Johannesburg, und in Soweto. Seit
1976 lebt er mit Frau und drei Kindern in Valldemossa, Mallorca,
halbwegs zwischen Europa und Afrika.
Seine Arbeiten wurden in Brasilien, England, Frankreich,
Irland, Japan, Südafrika, Spanien und den USA preisgekrönt
und unter anderem von der Albertina (Wien), der Albertinum
(Dresden), den Bibliotheken von Boston, Buffalo und New
York, der Kongressbibliothek in Washington, den Albertinum
in Dresden und der Kunsthalle in Hamburg, dem Museum Ludwig
in Köln, dem Museum für Moderne Kunst in Tokyo,
dem National Museum in Warsaw, dem Fitzwilliam Museum, Cambridge
(England), dem British Museum, London und dem Albert Museum
in London angekauft.
Seine Bleiglasfenster befinden sich in der Anglikanischen
Kirche St. James and St. Philip (1991) in Palma de Mallorca,
in Santa Eulalia (1993), der ältesten Kirche der Balearen,
sowie in den Fensterrosen für das Kloster Lluc/Mallorca
(1994) und der Ermita de la Santissima Trinitat/Valldemossa-Mallorca
(1997), im Sant Pere i Sant Pau de Algaida/Mallorca (1999),
im Consolat de Mar, dem Amtssitz der autonomen Balearenregierung
Palma/Mallorca (1999), im Ergoline Schulungszentrum, Windhagen,
(1999), East Worldham, (2001), (England), in dem Königlichen
Karthäuserkloster in Valldemossa, (2004), (Mallorca,
Spanien), dem Kloster von Cura, (2005), (Mallorca, Spanien)
und im Castillo Hotel Son Vida von Palma,
(2006) (Mallorca, Spanien).
Nach einer Reihe von Aufträgen im öffentlichen
Raum wurde im November 2005 eine vierteilige Cortenstahlgruppe
auf der ‘PLAZA DE LA CONCORDIA’ in Sa Pobla,
Mallorca eingeweiht.
Nach den vielen Auszeichnungen in Südafrika im Jahre
1981 in Monte Carlo den PRIX DE LA VILLE DE MONACO; 1982
den 1. Preis CIUTAT DE PALMA; in 1987 auf der 2. BIENNALE
IN BARCELONA einen Sonderpreis. 1995 gewann er den 1. Preis
im PREMIO NACIONAL DE ACUARELA GUARRO CASAS. Sein Entwurf
für das denkmal an die TOLERANCE-ZAHOR-1691 gewann
den 1.Preis 1995. 1999 wurde er zum ersten EUROPÄER
DER BALEAREN gewählt. 2003 wurde er mit dem PREMIO
DIARIO DE MALLORCA und 2004 mit dem PREMI POPULARS –
OBISPO TEODOR UBEDA ausgezeichnet.
Für den Hochkommissar für Fluchtlinge der Vereinten
Nationen hat er drei Plakate entworfen: 2001 zum 50. Jahrestag
des UNHCR und anlässlich der Erklärung des 1.
Weltflüchtlingstages wurde eine Sonderedition aufgelegt.
Zum internationalen Kongress des Max Planck Instituts für
extraterrestrische Physik (Munchen) entwarf er das Plakat
EINSTEINS LEGACY, November 2005.
1996 arbeitete Nils Burwitz mit Joachim Schroeder an drei
Dokumentarfilmen über Südafrika und Namibia im
Auftrage des WDR/ARD, Köln. 1997 nimmt er am Programm
“Songs of Praise” des BBC/TV mit Sir Harry Secombe
teil. In Zusammenarbeit mit 16 Künstlern (Allen Jones,
Immendorf, Nam June Paik, Polke, Sol LeWitt, Walter de Maria
etc) für den Kulturkoffer DIALOGUE OF CULTURES, der
von E.A.Quensen, Lamspringe, Germany für die Expo 2000,
Hannover, zur Förderung des Nelson Mandela Children’s
Fund produziert wurde, legte Nils Burwitz die Lithographie
“Wiege der Menschheit” auf.
Während der letzen 8 Jahre war er Vorstandsmitglied
der Bruderschaft der Blutspender Mallorcas.
1975 wurde ihm anläßlich der XI. Grafikbiennale
in Ljubljana der Kunstkritikerpreis verliehen. Zoran Krzisnik,
der seit 42 Jahren diese Biennale leitet und Direktor der
Moderna Galeria in Ljubljana ist, erläutert:
“Nils Burwitz, Brückenbauer und Mauerspringer
von Natur, versucht, durch Konfrontation nicht Gegensätze,
sondern gegenseitiges Verständnis zu vergrößern...
In seinem Oeuvre verschmelzen Idee, Technik und Ausführung
zu einer autonomen Realität, in der sich sein Engagement
kompromißlos offenbart. Auf Grund dieser Arbeiten
zählt Nils Burwitz zu den überzeugendsten Interpreten
zwischenmenschlichen Verhaltens und weltweit zu den führenden
engagierten Künstlern.”
Länge: 4´13 Min.
Beitrag: Hanna
Christensen